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Feuerwehrhaus muss neu

Autor/in: Redaktion
Datum: 15. Februar 2026

Retten, löschen, bergen und schützen - das gelingt nur, wenn die Feuerwehr gut ausgestattet ist. Dazu gehört auch ein modernes Gerätehaus. Das jetzige ist alt und muss erneuert werden. Darin sind sich alle einig, beim aktuellen Entwurf und den Kosten nicht.

Das Wehrhaus entspricht nicht mehr den aktuellen Sicherheitsstandards. Außerdem ist die Fahrzeughalle zu klein für das neue Löschfahrzeug, das in zwei Jahren das 27 Jahre alte Vorgängermodell ersetzen soll. Der Plan der Gemeinde: abreißen und neu bauen.

Denn: „Ein Umbau macht aus wirtschaftlichen Gründen keinen Sinn. Leider ist das Gebäude selbst bei Erfüllung der Minimalanforderungen der Feuerwehrunfallkasse zu klein, liegt zu nah an der Straße und weist zudem einen unzureichenden energetischen Standard auf“, erklärte der Vorsitzende Markus Gravert (CDU) auf der vergangenen Sitzung des Bauausschusses. Und, ergänzte die Bürgermeisterin, die Gemeinde sei per Gesetz dazu verpflichtet, eine leistungsfähige Wehr für den Brandschutz vorzuhalten. „Es besteht dringender Handlungsbedarf.“

Zwei Bauabschnitte geplant

Daher wurde das Architekturbüro „WDK-Architekten“ aus Rendsburg für die Planungen beauftragt, welches gemeinsam mit der Arbeitsgruppe „Feuerwehr“ einen ersten Entwurf vorlegte. Dieser sieht ein 635 Quadratmeter großes Gebäude auf dem Platz des Altbestands und einem Teil des Sportplatzes vor. Zwei Bauabschnitte sind angedacht: Das Gerätehaus soll rund 150 Quadratmeter groß und mit Iso-Paneelen verkleidet werden. Darin hätten zwei Fahrzeuge Platz. Hinzu kommen u.a. ein Lager, eine Werkstatt, Sanitärräume, Umkleiden für Männer und Frauen und eine Schleuse für die Schwarz-Weiß-Trennung, erläuterte Architekt Jorn Kick. „Diesen Teil müssen wir machen“, so der CDUler.

Fördermittel möglich

Der zweite Teil, das rund 90 Quadratmeter große, rechts angrenzende Dorfgemeinschaftshaus, ist hingegen freiwillig. Hierfür hofft die Gemeinde auf Gelder aus dem Fördertopf „Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur + Küstenschutz“. Bis zu 600.000 Euro sind möglich - mit etwas Glück. Das Geld fließt aber nur für das Dorfgemeinschaftshaus, nicht für das Wehrhaus. Die Nachbargemeinde Lindau hat diese Finanzspritze bereits erhalten. Die Gesamtkosten des dortigen Bauprojekts belaufen sich auf rund 2,1 Mio. Euro. Laut Entwurf soll der zweite Abschnitt eine Klinkerfassade erhalten, um den dörflichen Charakter zu bewahren, und Raum für bis zu 80 Personen bieten. Hier ließen sich bspw. auch Versammlungen und Schulungen der Einsatzkräfte abhalten. Die Kosten: ca. 3,5 Mio. Euro. Diese müssten – trotz Fördermittel – kreditfinanziert werden.

Konträre Meinungen

„Wir sprechen hier von einer Summe, die in Zukunft keinen finanziellen Spielraum mehr für andere große Investitionen zulässt“, befürchtete Bauausschussmitglied Timo Schulze (ÖIS). „Weitere Einsparungen wären grundsätzlich möglich, würden jedoch mit deutlichen Abstrichen bei der Größe des Dorfgemeinschaftsraums sowie Qualität von der Fassade und Ausstattung des neuen Gebäudes einhergehen“, entgegnete Markus Gravert.

Für die Architekten gab es schließlich mehrere Prüfaufträge: Wie hoch sind die Kosten ohne das Dorfgemeinschaftshaus? Ist eine Spiegelung der Gebäudeteile machbar? Sinkt der Preis mit einer anderen Fassade? In der nächsten Bauausschusssitzung (19. Februar) wird weiter gemeinsam nach Antworten auf diese und andere Planungsfragen gesucht.

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